Körperliche Beschwerden oder Schmerzen, aber keine körperliche Ursache wird gefunden

Somatoforme Störungen zeigen sich bei körperlichen Beschwerden oder Schmerzen, die oft keine körperliche, sondern psychische Ursachen haben.

 

In meiner Privatpraxis für Psychotherapie in Starnberg begleite ich Klient:innen bei der Ursachenklärung und Bearbeitung der Symptome.

 

Für ein erstes unverbindliches Informationsgespräch können Sie gerne Kontakt mit mir aufnehmen.

Begleitung bei Somatoformen Störungen in Starnberg bei München

Somatisierungsstörungen

Sie haben schon über längere Zeit (> 2 Jahre) viele, also mindestens 6 folgender Symptome in verschiedenen Organsystemen:

Somatoforme autonome Funktionsstörung

Sie  haben Symptome, die sich mehr auf ein Organ bezieht, das weitgehend oder vollständig vegetativ innerviert oder kontrolliert wird und haben zwei oder mehr der folgenden Symptome?

Wenn das auf Sie zutreffen sollte, besteht die generelle Möglichkeit, dass Sie unter einer somatoformen autonomen Funktionsstörung leiden. Hier kann eine moderne Psychotherapie sehr gut helfen.

Anhaltende Schmerzstörung

Sie  haben anhaltende schwere und quälende Schmerzen, die aber nicht durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung erklärt werden können. Der Scherz tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen auf.

Wenn das auf Sie zutreffen sollte, besteht die generelle Möglichkeit, dass Sie unter einer somatoformen autonomen Funktionsstörung leiden. Hier kann eine moderne Psychotherapie sehr gut helfen.

Sonderfall: Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind sehr komplex und werden nicht explizit als somatoforme Störung in der ICD aufgeführt, da sie eine Vielzahl von möglichen Ursachen haben können. Diese können sowohl körperlich als auch psychisch bedingt sein. Rückenschmerzen können durch Muskelverspannungen, Bandscheibenvorfälle, Arthritis, Verletzungen und andere strukturelle Probleme, zu langen Sitzen, zu wenig Bewegung etc. verursacht werden. 

Sie können aber auch durch Stress, Angst, Depression oder andere psychische Belastungen verstärkt oder ausgelöst werden. Eine umfassende medizinische Untersuchung ist oft notwendig, um organische Ursachen für Rückenschmerzen auszuschließen. Der „Rücken trägt oder erträgt oft die Last des Lebens“, deshalb ist neben den körperlichen Beschwerden, eine Analyse der psychischen Ursache und deren Behandlung sehr wichtig und in vielen Fällen erfolgversprechend.  

Mögliche Ursachen der Somatformen Störung

Somatoforme Störungen können unterschiedliche Ursachen haben. Im folgenden sind mögliche Auslöser aufgeführt: 

Die betroffene Person regiert auf diese schwierigen Lebensereignisse mit körperlichen Beschwerden und Schmerzen. Anders formuliert, die Psyche bedient sich des Körpers, um ihr Leiden auszudrücken. Man geht davon aus, dass ca. 30% der Patienten einer Allgemeinarztpraxis unter Somatoformen Störungen leiden. Sie sind also nicht alleine. 

Gesundheitsängste - ein Teufelskreis (Modell der „somatosensorischen Verstärkung“)

Der Teufelskreis bei somatoformen Störungen ist ein zyklischer Prozess, der die körperlichen und psychische Symptome in Form von Beschwerden und Schmerzen verstärkt und auch aufrecht erhalten kann.

  1. Der Teufelskreis beginnt oft mit einem auslösenden Faktor wie einem stressigen Ereignis in der Arbeit oder im privaten Umfeld, einer schwerwiegenden Konfliktsituation oder einer traumatischen Erfahrung etc. Diese Ereignisse können zu einer starken emotionaler Belastung führen. 
  2. Unter dem Einfluss dieser emotionalen Belastung können somatoforme Symptome auftreten. Dies können verschiedene körperliche Beschwerden wie Magen-Darm-Beschwerden, Rückenschmerzen oder andere unspezifische vegetative Symptome wie Herzrasen, Druck in der Brust, Schwitzen etc. sein. 
  3. Die betroffenen Menschen beginnen, ihre Aufmerksamkeit und Ihren Fokus verstärkt auf die körperlichen Symptome zu richten. Es entsteht eine erhöhte Sensibilität gegenüber körperlichen Empfindungen und die Symptome werden verstärkt wahrgenommen. 
  4. Die verstärkte Wahrnehmung der Symptome führt zu Sorgen und Ängsten. Die Person macht sich viele Gedanken über mögliche ernsthafte Erkrankungen oder gesundheitliche Probleme, was zu erhöhter Angst führt. 
  5. Aufgrund der Sorgen und Ängste suchen die betroffenen Personen wiederholt medizinische Hilfe auf und unterziehen sich zahlreichen Untersuchungen. Sie hoffen, dass eine organische Ursache für ihre Beschwerden gefunden wird. 
  6. Trotz wiederholter medizinischer Untersuchungen zeigen sich oft keine eindeutigen organischen Ursachen für die Symptome. Die Ergebnisse der Tests sind unauffällig, was zu Frustration führen kann. 
  7. Das Fehlen eines organischen Befundes kann die Überzeugung verstärken, dass die Symptome auf eine nicht erkannte oder nicht ernst genommene körperliche Krankheit zurückzuführen sind. 
  8. Dies verstärkt wiederum die Sorgen und Ängste. 
  9. Wegen der aber anhaltenden Symptome und der Sorge vor möglichen körperlichen Ursachen entwickeln die Betroffenen oft Vermeidungsverhalten. Sie meiden Aktivitäten oder Situationen, die die Symptome verschlimmern könnten, was zu einer Einschränkung des täglichen Lebens führt. 
  10. Das Vermeidungsverhalten und die anhaltenden körperlichen Beschwerden können zu sozialer Isolation, Schwierigkeiten im Berufsleben und einer erhöhten psychischen Belastung führen. Dadurch wird der Teufelskreis weiter verstärkt.

Der Teufelskreis geht weiter, da die anhaltenden Sorgen, Ängste, körperlichen Beschwerden und Einschränkungen zu einer weiteren Verstärkung der Symptome führen können. Dies verstärkt wiederum die Überzeugung der betroffenen Person, dass eine organische Ursache für die Symptome existiert und so weiter.

01

Auslösendes Ereignis / psychische Belastung

02

Beschwerden / Schmerzen

03

Fokus auf Symptome

04

Sorgen / Ängste

05

Untersuchungen ohne Befund

06

Frustration entsteht

07

Überzeugung: Krankheit wird nicht erkannt

08

Noch mehr Sorgen / Ängste

09

Vermeidungsverhalten

10

Isolation / Schwierigkeiten / psychische Belastung

Behandlung von somatoformen Störungen

Die gute Nachricht: Der Kreislauf aus körperlichen Beschwerden, Sorgen, verstärkter Selbstbeobachtung und zunehmender Belastung kann therapeutisch beeinflusst werden.

In der Behandlung betrachten wir sowohl die psychischen als auch die körperlich erlebten Beschwerden und entwickeln gemeinsam Strategien, die zu Ihrer persönlichen Situation passen. Dabei können unter anderem Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie, ACT, Schematherapie, Stressmanagement und Psychoedukation eingesetzt werden.

Ziel ist es, belastende Denk- und Verhaltensmuster besser zu verstehen, den Umgang mit körperlichen Empfindungen zu verändern und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen. Hilfreich können beispielsweise Entspannungsverfahren, ein Symptomtagebuch, der Aufbau positiver Aktivitäten und individuelle Strategien zur Stressbewältigung sein.

Ursachen erkennen und Symptome bearbeiten

Ich unterstütze Sie gerne dabei, den Teufelskreis bei somatoformen Beschwerden zu erkennen und aus diesen herauszutreten. Melden Sie sich dafür bei mir, um ein erstes Informationsgespräch zu vereinbaren.

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