Psychosomatische Beschwerden - wenn Seele und Körper zusammenwirken

Seelische Belastungen können körperlich spürbar werden. Gleichzeitig können körperliche Beschwerden und Erkrankungen das psychische Wohlbefinden erheblich beeinflussen.


In meiner Privatpraxis in Starnberg unterstütze ich Sie dabei, dieses Zusammenspiel von Körper und Seele besser zu verstehen.

 

Psychosomatische Beschwerden sind dabei keineswegs eingebildet. Die Symptome werden tatsächlich körperlich erlebt und können die Gesundheit, den Alltag und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigen.

Unterstützung bei Psychosomatik

Was bedeutet Psychosomatik?

Der Begriff Psychosomatik beschreibt die Wechselwirkungen zwischen der Psyche und dem Körper.

Solche Zusammenhänge lassen sich bereits in alltäglichen Situationen beobachten:

Diese Reaktionen sind zunächst normale Vorgänge des Körpers. Halten Stress, Konflikte oder schwierige Lebensumstände jedoch über längere Zeit an, können körperliche Beschwerden entstehen, stärker wahrgenommen werden oder sich verschlimmern.

Auch in die andere Richtung besteht eine Wechselwirkung: Chronische oder schwere körperliche Erkrankungen können Ängste, depressive Beschwerden, Erschöpfung und eine erhebliche psychische Belastung auslösen.

Welche Faktoren können psychosomatische Beschwerden beeinflussen?

Häufig besteht nicht nur eine einzelne Ursache. Verschiedene Belastungen können zusammenwirken, beispielsweise:

Welche Faktoren im Einzelfall bedeutsam sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Bei welchen Beschwerden können psychische Faktoren eine Rolle spielen?

Psychische und soziale Belastungen können bei unterschiedlichen Beschwerden und Erkrankungen den Verlauf, die Intensität oder die persönliche Belastung beeinflussen.

Magenbeschwerden und Magengeschwüre

Stress und anhaltende Anspannung können Magenbeschwerden verstärken. Bei einem Magengeschwür müssen jedoch immer auch die körperlichen Ursachen medizinisch diagnostiziert und behandelt werden.

Asthma

Asthma ist eine körperliche Atemwegserkrankung. Emotionale Anspannung und Stress können die Atmung und die Wahrnehmung der Beschwerden zusätzlich beeinflussen. Die medizinische Asthmabehandlung bleibt dabei unverzichtbar.

Reizdarmsyndrom

Bei einem Reizdarmsyndrom können unter anderem Bauchschmerzen, Blähungen, Verstopfung oder Durchfall auftreten. Die Ursachen sind nicht abschließend geklärt. Stress und psychische Belastungen werden neben körperlichen und ernährungsbezogenen Faktoren als mögliche Auslöser oder Verstärker betrachtet.

Tinnitus

Ein Tinnitus kann mit einer hohen psychischen Belastung verbunden sein. Stress kann die Wahrnehmung der Ohrgeräusche verstärken und den Umgang mit ihnen erschweren. Ob Stress einen Tinnitus unmittelbar auslösen kann, wird fachlich weiterhin diskutiert.

Hauterkrankungen

Bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis können Stress und seelische Belastungen bestehende Beschwerden verschlimmern. Gleichzeitig können sichtbare Hautveränderungen wiederum das psychische Wohlbefinden beeinträchtigen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Anhaltender Stress und psychische Belastungen können sich ungünstig auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken. Bei bestehenden Herzerkrankungen können zusätzlich Ängste, depressive Beschwerden oder soziale Isolation die Krankheitsbewältigung erschweren.

Bei starken Brustschmerzen, ausgeprägter Atemnot oder anderen möglichen Anzeichen eines Herzinfarkts bitte sofort den Notruf 112 wählen.

Wichtig: Körperliche Beschwerden ernst nehmen

Psychosomatisch bedeutet nicht, dass Beschwerden „nur psychisch“ sind.

Neue, starke oder anhaltende körperliche Symptome sollten zunächst beziehungsweise begleitend ärztlich untersucht werden. Ziel ist nicht, körperliche und psychische Ursachen gegeneinander auszuspielen, sondern ein möglichst umfassendes Verständnis der Beschwerden zu entwickeln.

Je nach Situation kann eine Zusammenarbeit zwischen Haus- oder Fachärzten, Psychotherapie und weiteren Behandelnden sinnvoll sein.

Wie kann Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden helfen?

Psychotherapeutische Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn Beschwerden dauerhaft bestehen, den Alltag stark beeinträchtigen oder wenn Stress, Ängste, depressive Symptome oder belastende Lebensumstände eine Rolle spielen.

Bei funktionellen Körperbeschwerden wird Psychotherapie insbesondere dann als mögliche Unterstützung genannt, wenn zugleich eine hohe psychische oder alltägliche Belastung besteht.

Die Behandlung wird individuell auf Ihre Beschwerden und Ihre persönliche Situation abgestimmt.

Beschwerden und Zusammenhänge verstehen

Zu Beginn betrachten wir Ihre körperlichen Beschwerden, Ihre aktuelle Lebenssituation und mögliche Belastungsfaktoren. Daraus entwickeln wir ein persönliches Erklärungsmodell, das sowohl körperliche als auch psychische und soziale Einflüsse berücksichtigt.

Stress und innere Anspannung reduzieren

Sie lernen, belastende Situationen frühzeitig zu erkennen und einen hilfreichen Umgang mit Stress, Konflikten und schwierigen Gefühlen zu entwickeln.

Entspannungsverfahren, Achtsamkeit und weitere Methoden zur Stressregulation können die Behandlung ergänzen. Entspannungsmethoden werden bei verschiedenen körperlichen und psychischen Beschwerden unterstützend eingesetzt.

Gedanken und Verhaltensweisen verändern

Auch bestimmte Gedanken- und Verhaltensmuster können Beschwerden verstärken oder aufrechterhalten. Dazu können beispielsweise ständige Selbstbeobachtung, Ängste, Vermeidung, Überforderung oder fehlende Erholung gehören.

Gemeinsam entwickeln wir neue Möglichkeiten, mit den Beschwerden und den dahinterliegenden Belastungen umzugehen.

Ressourcen und Selbstfürsorge stärken

Ihre vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen werden gezielt in die Behandlung einbezogen. Ziel ist es, Ihre psychische Stabilität, Ihren Handlungsspielraum und Ihr körperliches Wohlbefinden langfristig zu verbessern.

Der ganze Mensch steht im Mittelpunkt

In meiner Praxis betrachte ich Sie nicht nur anhand einzelner Symptome. Ihr körperliches Erleben, Ihre Gedanken und Gefühle, Ihre Beziehungen und Ihre aktuelle Lebenssituation werden gemeinsam berücksichtigt.

Die integrative Psychotherapie ermöglicht es, unterschiedliche therapeutische Methoden passend zu Ihrer persönlichen Situation miteinander zu verbinden.

Ziel ist es, die Zusammenhänge Ihrer Beschwerden besser zu verstehen, ungünstige Kreisläufe zu unterbrechen und neue Wege für mehr Stabilität und Lebensqualität zu entwickeln.

Somatoforme Störungen & funktionelle Körperbeschwerden

Körperliche Beschwerden können sehr belastend sein, auch wenn medizinische Untersuchungen keine ausreichende organische Erklärung ergeben.

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