Moderne Psychotherapie und individuelle Hilfe bei Depressionen
Depression Behandlung in Starnberg bei München
Bei einer Depression kann professionelle psychotherapeutische Unterstützung dabei helfen, schrittweise wieder mehr Stabilität und Lebensqualität im Alltag und Berufsleben zu gewinnen.
Unterstützung bei Episoden oder depressiven Zuständen
Übersicht einzelner Abschnitte
Was ist eine depressive Episode bzw. Depression?
Personen, die von Depressionen betroffen sind, schildern anhaltende Gefühle der Traurigkeit, Niedergeschlagenheit und Hoffnungslosigkeit. Sie beklagen, dass ihr allgemeines Wohlbefinden und ihre Lebensqualität erheblich beeinträchtigt sind. Sie sind lustlos, können schlecht schlafen, kommen schwer aus dem Bett, ihre Freude an Aktivitäten ist vermindert und sie fühlen sich meistens energielos. Betroffene Menschen ziehen sich eher aus den sozialen Leben zurück und neigen dazu, Dinge negativ zu sehen. Aber auch Symptome wie Unruhe oder Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme sind typische Symptome. Menschen mit einer depressiven Episode können sich selbst stark abwerten, unter Schuld- oder Hoffnungslosigkeitsgefühlen leiden und in schweren Fällen auch Suizidgedanken entwickeln.
Die gute Nachricht vorweg: Eine depressive Episode ist in der Regel gut behandelbar. Mit einer individuell abgestimmten Psychotherapie können sich Beschwerden deutlich bessern und neue Stabilität entstehen. Gerne bespreche ich mit Ihnen, wie eine moderne Behandlung in Ihrer Situation aussehen könnte.
Depression Behandlung: Symptome einer Depression
Auf Basis der Kenntnis der Symptome wird die Depression behandelt. Einen Überblick der Symptome einer Depression, die sich teilweise gegenseitig beeinflussen, zeigt folgende Grafik.
Gefühle
- Freudlosigkeit
- Gefühllosigkeit
- Traurigkeit
- Gedrückte Stimmung
- Interessenverlust
- Ängste
- Unfähigkeit, sich zu freuen
erleben
Diese vier Bereiche beeinflussen sich bei einer Depression gegenseitig:
- Gefühle
- Körpererleben
- Gedanken
- Verhalten
Körpererleben
- Erschöpfung
- Antriebslosigkeit
- Psychomotorische Unruhe oder Hemmung
- Schlafstörungen
- Libidoverlust
- Appetitverlust oder gesteigerter Appetit
- Gewichtsveränderung
Verhalten
- Sozialer Rückzug
- Schwierigkeiten bei der Alltagsbewältigung
- Vernachlässigung von Pflichten
- Entscheidungsschwierigkeiten
Gedanken
- Grübeln
- Schuldgefühle
- Selbstabwertung und Selbstvorwürfe
- Suizidgedanken (bei akuter Selbstgefährdung: 112 oder Krisendienste Bayern: 0800 655 3000)
Welche Arten von Depressionen existieren?
Man spricht von einer depressiven Episode, wenn die oben definierten Symptome mindestens zwei Wochen auftreten. Depressionen unterscheiden sich gemäß Ihrem Verlauf und bzgl. ihres Schweregrades (leicht, mittel und schwer).
Deshalb können folgende Arten von Depressionen unterschieden werden:
Major Depression
Die Major Depression beziehungsweise klassische Depression ist die häufigste Form. Typische Symptome wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit oder Interessenverlust können über Wochen oder Monate anhalten.
Dysthymie
Die Dysthymie ist eine chronische Form der Depression. Die Beschwerden sind oft weniger stark ausgeprägt als bei einer Major Depression, bestehen jedoch über einen deutlich längeren Zeitraum und beeinträchtigen so das allgemeine Wohlbefinden und die Lebensqualität.
Saisonal abhängige Depression (SAD)
Die saisonal abhängige Depression tritt typischerweise im Herbst oder Winter auf, wenn das Tageslicht abnimmt. Häufige Beschwerden sind erhöhte Müdigkeit, ein gesteigertes Schlafbedürfnis, Gewichtszunahme und gedrückte Stimmung. Im Frühling oder Sommer bessern sich die Symptome meist wieder.
Postpartale Depression
Nach der Geburt eines Kindes kann sich eine postpartale Depression entwickeln. Typisch sind Niedergeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Energiemangel, Schlafstörungen und mitunter auch Schwierigkeiten in der Bindung zum Baby. Eine frühzeitige Aufklärung, Unterstützung und Behandlung ist hier besonders wichtig.
Bipolare Störung – Abgrenzung
Die bipolare Störung ist eine eigenständige psychische Erkrankung, bei der sich depressive Episoden mit manischen oder hypomanen Phasen abwechseln können. Während der depressiven Phasen ähneln die Beschwerden oft denen einer Major Depression.
Jede Form der Depression kann unterschiedliche Merkmale und Schweregrade aufweisen. Deshalb ist ein individueller Behandlungsansatz besonders wichtig. Depressive Episoden gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und können grundsätzlich jeden Menschen treffen.
Weitere Fragen und Antworten zur Depression
Ursachen einer Depression: Wie kommt es zu einer Depression?
Die genaue Ursache einer depressiven Episode ist nicht vollständig geklärt, jedoch wird angenommen, dass verschiedene Faktoren zu ihrer Entstehung beitragen können. Die Entstehung einer Depression ist meist multifaktoriell. Die Entstehung einer Depression ist meist multifaktoriell. Eine genetische Veranlagung sowie neurobiologische oder hormonelle Prozesse können ebenso eine Rolle spielen wie psychologische und soziale Faktoren.
Psychologische Faktoren, wie traumatische Ereignisse, negative Lebensereignisse, Stress oder eine verminderte Stressbewältigungsfähigkeit können ebenfalls das Risiko einer Depression erhöhen.
Darüber hinaus haben oft auch soziale Faktoren wie Isolation, fehlendes soziales Unterstützungssystem oder Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen eine gewichtige Bedeutung.
Welche Faktoren tragen zur Aufrechterhaltung einer Depression bei?
Menschen mit Depressionen neigen dazu, negative Denkmuster und Überzeugungen über sich selbst, die Welt und die Zukunft zu haben. Diese pessimistische Sichtweise verstärkt die depressiven Symptome und kann zu einem Teufelskreis führen. Betroffene fühlen sich hilflos, weil sie das Gefühl besitzen, ihre Situation nicht kontrollieren zu können. Sie geben sich selbst die Schuld und fühlen sich als Versager.
Auch das Zurückziehen von sozialen Aktivitäten und der Mangel an sozialer Unterstützung können die Depression aufrechterhalten. Der Mangel an positiven sozialen Interaktionen und Unterstützung kann das Gefühl der Hoffnungslosigkeit verstärken. Die Resignation und die Passivität führen oft dazu, dass Betroffene sich in Gedankenschleifen verlieren und unendlich grübeln und ihr Problem nicht mehr aktiv lösen können..
Stress und belastende Lebensereignisse wie Verlust eines geliebten Menschen, Trennung, Arbeitsplatzverlust oder finanzielle Probleme können eine Depression auslösen und auch aufrechterhalten. Diese Faktoren können die Stressbelastung erhöhen und die Symptome verstärken.
Wenn eine Depression nicht angemessen behandelt wird oder der Zugang zu geeigneter Unterstützung begrenzt ist (Wartezeiten), kann dies zu einer chronischen und aufrechterhaltenden Depression führen.
Behandlungsperspektiven – Wie wird eine Depression in meiner Privatpraxis behandelt?
Depressionen sind mit psychotherapeutischer Unterstützung in der Regel gut behandelbar. In meiner Praxis verbinde ich Methoden der Integrativen Psychotherapie mit Elementen der kognitiven Verhaltenstherapie und der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT). Die Behandlung wird individuell auf Ihre Beschwerden, Ihre Lebenssituation und Ihre persönlichen Ziele abgestimmt.
Bei Depression hat sich besonders die kognitive Verhaltenstherapie und die ACT bewährt.
Verständnis und therapeutische Beziehung
Zu Beginn ordnen wir Ihre Beschwerden gemeinsam ein und entwickeln ein persönliches Verständnis dafür, wie die Depression entstanden ist und wodurch sie möglicherweise aufrechterhalten wird. Dieser Prozess wird auch als Psychoedukation bezeichnet.
Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung bildet dabei die Grundlage für die gemeinsame Arbeit.
Schrittweise zurück in einen aktiveren Alltag
Ein wichtiger Bestandteil der Behandlung ist die schrittweise Wiederaktivierung Ihrer persönlichen Ressourcen.
Gemeinsam entwickeln wir eine alltagstaugliche Struktur, beispielsweise mithilfe eines Wochenplans, und fördern Aktivitäten, die Ihnen Stabilität, Freude oder neue Energie geben können.
Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viel zu verändern. Wir planen kleine, realistische Schritte, die zu Ihrer aktuellen Belastbarkeit passen.
Körperliche und psychische Stabilisierung
Auch ein gesundheitsfördernder Lebensstil kann die psychotherapeutische Behandlung sinnvoll unterstützen. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Bewegung, ein möglichst stabiler Schlafrhythmus, ausgewogene Ernährung, ausreichende Erholungsphasen und ein bewusster Umgang mit Alkohol.
Diese Maßnahmen ersetzen keine Psychotherapie, können jedoch zur psychischen Stabilisierung und zu einem verbesserten Wohlbefinden beitragen.
Hilfe zur Selbsthilfe und soziale Unterstützung
Ein zentrales Therapieziel besteht darin, Ihren Handlungsspielraum zu erweitern und langfristig wieder mehr Sicherheit im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.
Je nach persönlichem Bedarf können wir unter anderem daran arbeiten:
Probleme systematischer zu lösen
Stress früher zu erkennen und besser zu bewältigen
Selbstsicherheit und soziale Kompetenz zu stärken
eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen
zwischenmenschliche Beziehungen zu verbessern
Auf Wunsch können auch Familienangehörige oder andere nahestehende Personen einbezogen werden. Dies kann das Verständnis für die Erkrankung und die Unterstützung im persönlichen Umfeld verbessern.
Gedanken und Verhaltensmuster verändern
Im Rahmen der kognitiven Verhaltenstherapie und der ACT beschäftigen wir uns mit belastenden Gedanken, automatischen Bewertungen und Verhaltensweisen, die depressive Beschwerden verstärken können.
Ziel ist nicht, unangenehme Gedanken einfach zu verdrängen. Vielmehr lernen Sie, diese frühzeitig wahrzunehmen, hilfreicher einzuordnen und flexibler mit ihnen umzugehen.
Ergänzend können individuelle Selbsthilfestrategien aufgebaut werden, etwa Achtsamkeitsübungen, Stressbewältigungstechniken, unterstützende Apps, Online-Angebote oder Selbsthilfegruppen.
Rückfällen vorbeugen und Fortschritte sichern
Zum Ende der Behandlung steht die Rückfallprophylaxe im Mittelpunkt. Gemeinsam erarbeiten wir, woran Sie mögliche Warnsignale frühzeitig erkennen und wie Sie in belastenden Situationen angemessen reagieren können.
Wenn Sie oder einer Ihrer Angehörigen das Gefühl haben, unter einer Depression zu leiden, stehe ich Ihnen gerne für einen fachlichen Rat zur Verfügung.
Hinweis: Bei akuter Selbstgefährdung wenden Sie sich bitte an den Notruf 112.